Grundsätzliches
Die N2 und N3 im Wintergetreide werden gleich behandelt. Beide Gaben haben zum Ziel, das ertragliche N-Optimum des Jahres anzusteuern.
Dabei werden schwache Bestände mit einer höheren N-Düngung gefördert und sehr starke Bestände mit reduzierter N-Düngung am Überwachsen gehindert. Die Düngung erfolgt dabei immer nach der ertragsbetonten Regelfunktion.
Es werden ausschließlich schnell wirkende Düngemittel (“nitratbetont”) eingesetzt und keine stabilisierten Dünger! Wenn ein Bedarf entsteht, muss dieser kurzfristig gedeckt werden. Warum dies mit langsamen/stabilisierten Düngern nicht gelingt, lesen im Abschnitt N-Formen.
Appliziert wird auf der PFBox generell mit dem Modul “N-Düngung”. Der Regelbereich ist 0 - 120 kg N/ha.
Goldene Regel
Damit die Umsetzung gelingt, gibt es eine goldene Regel:
Bei einem N-Bedarf wird gedüngt. Gibt es keinen N-Bedarf wird nicht gedüngt!
Damit Sie diese Regel anwenden können, ist es zwingend notwendig ein N-Monitoring durchzuführen. Wie Sie ein N-Monitoring anlegen und durchführen ist im vorherigen Abschnitt erklärt.
Werkzeuge
Für die 2. und 3. Gabe im Wintergetreide stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung die im Zusammenspiel genutzt werden müssen.
Mit dem N-Tester / Nitratschnelltest wird das N-Monitoring durchgeführt, welches Aufschluss über den richtigen Zeitpunkt der Düngung gibt. Außerdem werden diese Werkzeuge benutzt um den N-Sensor im Feld zu kalibrieren. Sie liefern uns die Düngeempfehlung bei der “Spotkalibrierung”.
Mit dem N-Sensor wird diese Punktkalibrierung (“Spotkalibrierung”) in die Fläche übertragen. So wird das jeweilige, teilflächenspezifische N-Optimum angesteuert.
Umsetzung
Zunächst werden die Aufträge im agriPORT vorgeplant und Aufträge exportiert. Anschließend wird vor dem Beginn der Düngung der Sensor im Feld kalibriert.
Planung in agriPORT
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Erstellen Sie eine neue Planung in “N-Düngung” → “Planungen”
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Gehen Sie in das Menü "Planungen" und klicken Sie auf oben "+NEU" und “variabel”
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Markieren Sie die Felder einer Fruchtart vorn mit dem grünen Haken, für Sie die Düngung planen wollen
Achtung: Sie können nur Felder mit derselben Fruchtart innerhalb einer Planung auswählen
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Tragen Sie alle Einstellungen für die Düngung ein:
BBCH (EC)-Stadium: Aktuelles EC-Stadium, welches Sie im Feld bestimmt haben
Betriebsart: N-Düngung
Produkt: Ihr gewählter Dünger für die Applikation
Durch die Auswahl der Kultur, der Eingabe des BBCH-Stadiums und der Betriebsart sind alle anderen Einstellungen schon korrekt eingestellt und entsprechen unseren Empfehlungen.
Düngeempfehlung an Kalibrierstelle (=”Referenzmenge”): Ist zum Zeitpunkt der Planung unbekannt und muss im Feld mit N-Tester / Nitratschnelltest ermittelt werden
Achtung! Lassen sie den Regelbereich (“Minimum” und “Maximum”) mit 0 - 120 kg N/ha weit offen. Jede Anpassung dieser Werte führt unweigerlich zum Nicht-Erreichen des N-Optimums!
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Klicken Sie unten rechts auf “Weiter”. Sie gelangen in die Tabellenansicht der Planung.
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Klicken Sie unten rechts auf “Speichern”, um die Planung abzuspeichern.
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Exportieren Sie die Planung auf den bekannten Wegen zu ihrem Terminal
Kalibrierung im Feld
Die Kalibrierung im Feld muss zwingend durchgeführt werden. Am genauesten Arbeiten Sie, wenn Sie die Kalibrierung auf jedem neuen Feld durchführen. Bei einem Sortenwechsel muss die Kalibrierung ebenfalls erneut durchgeführt werden.
Wenn Sie die Kalibrierung nicht durchführen oder sich während des Kalibriervorgangs nicht an die Düngeempfehlungen vom N-Tester oder Nitratschnelltest halten, werden sie zwangsläufig zu hoch oder zu niedrig kalibrieren. In jedem Fall wird das angestrebte ertragliche N-Optimum nicht erreicht werden. Das selbe gilt für das Eingrenzen des Regelbereichs. Lassen Sie diesen immer weit offen (0 - 120 kg N/ha). Wie sich diese Fehler auswirken, ist ausführlich im Abschnitt “Fehler in der Kalibrierung” beschrieben.
Durchführung der Kalibrierung im Feld
Die Spotkalibrierung wird grundsätzlich auf möglichst kleinem Raum durchgeführt. Je kleiner die Kalibrierzone, desto genauer die Kalibrierung. Mit dem N-Tester / Nitratschnelltest wird in genau dieser Zone die Düngungshöhe ermittelt.
Mit der Kalibrierung im Feld werden die Werte “Sensorwert-Referenz” (=N-Aufnahme) und die Referenzmenge (=Düngeempfehlung) für einen kleinen Punkt (“Spot”) ermittelt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass an jedem Punkt im Feld in diesem Beispiel, an dem eine eine N-Aufnahme von 37.5 kg N/ha gemessen wird eine N-Menge von 24 kg N/ha appliziert wird.
Die Kalibrierung ist abgeschlossen.
Drücken Sie im Hauptbildschirm auf “Start” um mit der Düngung zu beginnen.
Wird das Feld gewechselt oder findet ein Sortenwechsel statt, führen Sie die Kalibrierung im Feld erneut durch.
Nachdem Sie alle Felder gedüngt haben, senden Sie die Log-Dateien zurück an agriPORT. Wie dies funktioniert, lesen Sie im Abschnitt “Bedienung agriOS”.