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N-Formen

Grundsätzliches

Die Wahl der N-Form spielt eine entscheidende Rolle bei der Pflanzenernährung im (zeitigen) Frühjahr.

Generell werden 3 N-Formen unterschieden:

  1. Amid-N

  2. Ammonium-N

  3. Nitrat-N

Nitrat-N wird bevorzugt und fast ausschließlich von den Pflanzen aufgenommen. Das bedeutet, dass alle anderen N-Formen zuerst zu Nitrat umgewandelt werden müssen.

Diese Umwandlungsprozesse unterliegen chemischen Prozessen im Boden und sind abhängig von der Bodentemperatur.


Umwandlungsprozesse

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Der erste Umwandlungsschritt von Harnstoff zu Ammonium dauert nur wenige Tage. Selbst bei niedriger Bodentemperatur wird vorliegender Harnstoff (ohne UI!) innerhalb weniger Tage zu Ammonium umgewandelt (linke Grafik).

Der zweite Umwandlungsschritt von Ammonium zu Nitrat ist ebenfalls bodentemperatur-gesteuert, dauert aber bei niedrigen Bodentemperaturen 6 Wochen oder mehr. Des Weiteren wird für diesen Prozess Sauerstoff (O) benötigt. Die Grafik zeigt zudem, dass bei 5 °C Bodentemperatur nur 50% des vorliegenden Ammoniums in 6 Wochen zu Nitrat umgewandelt werden.


Situation im Frühjahr

Die Situation im Frühjahr, zum Zeitpunkt der N1 in Raps und Getreide ist geprägt von niedrigen Bodentemperaturen (<= 5 °C) und einer nFK von 100 - 120% in den oberen Bodenschichten (10 - 30cm) (vergleiche Grafik vom DWD, unten vom 28.02.2026). Bedeutet: Kein Sauerstoff + niedrige Temperaturen = KEINE Umwandlung von Ammonium zu Nitrat.

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Link zum Bodenfeuchte-Viewer des DWD: https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/landwirtschaft/appl/bf_view/_node.html

Eine ausreichende Pflanzenernährung kann also Frühjahr unter diesen Bedingungen mit amid- oder ammoniumbetonten Düngern nicht sichergestellt werden.


N-Formen verschiedener Düngemittel und deren Wirkung

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In der Abbildung wird unterstellt, dass alle nitratbetonten N-Dünger am 01.03. mit 60 kg N/ha appliziert werden. Die trägeren N-Formen werden bereits 14 Tage früher, aber ebenfalls mit 60 kg N/ha ausgebracht.

Abzulesen ist die Bestockungswirkung der jeweiligen Dünger, die verfügbare Gesamtmenge bis zur N2, und die auszubringenden Äquivalente um die gleiche Wirkung von 60 kg N/ha zu erreichen, wie die nitratbetonten Dünger. Dabei sind die typischen Umwandlungszeiten bei 5 °C Bodentemperatur und die unvermeidbaren Verlust unterstellt.


Bestockungswirkung von N-Düngern

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Vor allem bei der N1, darf die Wirkung auf der Bestockung der verschiedenen N-Dünger nicht unter oder überschätzt werden.

Harnstoff leistet keinen Beitrag zur Bestockung. Je mehr Nitrat-N enthalten ist, desto besser die Wirkung auf die Bestockung.

Nitrat regt die Cytokininbildung der Pflanzen an. Cytokinin ist auch bekannt als das “Jugendhormon” und ist wiederum verantwortlich für die Bestockung und das Wurzelwachstum.

Ohne Cytokinin keine Bestockung.