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N-Monitoring

Mit dem N-Monitoring im Wintergetreide dient der Überwachung der Bestände im Vegetationsverlauf.

Mit dessen Hilfe können Sie:

  • sicher den Zeitpunkt der nächsten N-Düngung bestimmen

  • die Höhe der Nachdüngung festlegen

  • die Mineralisierung des Bodens überwachen und

  • die Wirkung vorheriger N-Gaben über die Saison beurteilen.

Das Monitoring kann mit dem N-Tester und dem Nitratschnelltest durchgeführt werden.
Mit dem Nitratschnelltest kann zusätzlich ein N-Monitoring in den Sommerkulturen durchgeführt werden.
Ein weiterer Vorteil des Nitratschnelltests ist, dass dieser im Getreide sortenunabhängig ist, da mit der Nitratkonzentration im Pflanzen-/Blattstängel gearbeitet wird und nicht mit der Chlorophylldichte im Blatt.

Die Hinweise zur Durchführung der Messungen mit dem N-Tester lesen Sie in diesem Abschnitt unter dem Punkt “N-Monitoring mit dem N-Tester”. Die Hinweise zur Durchführung mit dem Nitratschnelltest finden finden im Abschnitt “N-Monitoring mit dem Nitratschnelltest”.


Allgemeine Hinweise zur Durchführung

Das Monitoring im Wintergetreide startet mit Erreichen des EC 30. Das EC 30 ist erreicht, wenn die Ähre > 1cm vom Bestockungsknoten entfernt ist.

Oft wird das Monitoring vor dem sicheren Erreichen von EC 30 gestartet, was dazu führt, dass Sie extrem hohe Düngeempfehlungen erhalten (> 80 kg N/ha). Es gibt keinen Grund in Panik zu verfallen und sofort in der ersten Aprilwoche die N2 zu setzen. Im EC 30 verbleiben die Pflanzen je nach Witterung auch eine längere Zeit. EC 31 wird frühestens in der 2. Aprilhälfte, meistens aber erst um den 20.4. erreicht.

Des Weiteren setzt bei steigenden Temperaturen/Bodentemperaturen auch die Mineralisierung des Bodens ein. Je nach Standort und Witterung stellt der Standort im weiteren Vegetationsverlauf ab diesem Zeitpunkt 50 – 200 kg N/ha zur Verfügung. Das Einsetzen der Mineralisierung kann durch ein konsequentes N-Monitoring überprüft werden. Die N-Tester/Nitratschnelltest-Werte steigen an, die Bedarfe nehmen ab.

Jetzt muss das N-Monitoring intensiv geführt werden. Bleiben die Bedarfe gleich oder nehmen wieder zu, ist der richtige Zeitpunkt zum Applizieren der N2 gekommen. Üblicherweise ist dies im EC-Stadium 31/32 der Fall.

Das N-Monitoring endet beim Winterweizen mit der N4. Bei allen anderen Getreidearten nach der N3.

Das N-Monitoring kann im agriPORT angelegt und durchgeführt werden. Wie Sie dies umsetzen ist im Abschnitt “N-Monitoring in agriPORT” erklärt.
Alternativ kann im Feld auch die agriPORT-App genutzt werden. Wie dies funktioniert ist im Abschnitt agriPORT-App erläutert.


EC-Stadien

Die richtige Bestimmung der EC-Stadien im Wintergetreide ist entscheidend für den Erfolg des N-Monitoring und das Applizieren der folgenden N2.

Nehmen Sie sich unbedingt Zeit die EC-Stadien regelmäßig zu überprüfen.