Wenn kein Herbstscan im Getreide vorliegt, wird die N1 variabel “online” gefahren. Online bedeutet gleichzeitiges Messen und applizieren.
Es wird das Sollwert-System (Absolut-Methode) für Wintergetreide angewendet.
Ziele:
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Bestandsetablierung bis zum Einsetzen des Langtages (1. Aprilwoche)
- gleichmäßige Bestockung
- Überschreiten des N-Aufnahmeziels von 40/50 kg N/ha -
Schwache Bestände mit hoher N-Düngung fördern und diese besser auf mögliche Trockenperioden konditionieren
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Gute Bestände mit niedrigerer N-Düngung am Überwachsen hindern und somit aktiv die Lagergefahr reduzieren
N-Formen:
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schnell wirkende Düngemittel wählen
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Kein Einsatz von stabilisiertem N-Dünger!
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Hohe Mengen (> 80 kg N/ha) aufteilen
Umsetzung
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Sollwert nach N-Aufnahme
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Regelbereich: 40 - 90 kg N/ha (Gerste 20 - 90 kg N/ha)
Dabei ist zu entscheiden, ob die 1. N-Gabe komplett oder geteilt in 1a und 1b gedüngt werden soll. Dies ist abhängig davon welchen Schwefeldünger Sie eingekauft haben.
N/S-Dünger mit einem N:S-Verhältnis von 2:1 - 4:1 (ASS, KAS+S) werden in einer Gabe appliziert. Dies ist der mit Abstand leichteste Weg der Umsetzung.
N/S-Dünger mit einem engen N:S-Verhältnis (SSA) müssen gesplittet in N1a und N1b appliziert werden.
Beide Wege sind in der nachfolgenden Grafik dargestellt:
Die Berechnung der Düngungshöhe folgt dabei immer der Sollwert-Methode (Absolut-Methode) und es gilt folgende Düngeregel:
Wintergetreide, außer Gerste: Gesamtbedarf N1 = Sollwert 100 kg N/ha - N-Aufnahme x 2
Gerste: Gesamtbedarf N1 = Sollwert 110 kg N/ha - N-Aufnahme x 2
Weg 1: Einmalgabe online
Planen Sie die Düngung der N1 in agriPORT:
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Erstellen Sie eine neue Planung in “N-Düngung” → “Planungen”
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Gehen Sie in das Menü "Planungen" und klicken Sie auf oben "+NEU"
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Markieren Sie die Felder einer Fruchtart vorn mit dem grünen Haken, für Sie die Düngung planen wollen
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Achtung: Sie können nur Felder mit derselben Fruchtart innerhalb einer Planung auswählen.
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Tragen Sie alle Einstellungen für die Düngung ein:
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BBCH: 10 - 29
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Betriebsart: N-Düngung
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Produkt: Wählen Sie Ihren Dünger aus.
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Wichtig: Alle Düngeempfehlungen gelten für schnellwirkende Dünger mit hohem Nitratanteil. Langsam wirkende Dünger (mit hohem Harnstoffanteil und/oder Stabilisierung müssen mit höheren N-Mengen ausgebracht werden, um eine ausreichende Wirkung auf das Pflanzenwachstum ausüben zu können).
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Hier muss bei der Kalibrierung im Feld mit Zuschlägen gerechnet werden. Mehr dazu unter “Kalibrierung im Feld”.
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Schwellwert: Abregelwert, bei dessen Unterschreitung die Düngung reduziert wird
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Düngeempfehlung an Kalibrierstelle (“Referenzmenge”). Zum Zeitpunkt der Planung unbekannt. Der Sensor muss im Feld kalibriert werden
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Minimum: ist in Abhängigkeit der gewählten Getreideart bereits gesetzt (Gerste 20 kg N/ha; alles andere 40 kg N/ha)
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Maximum: ist in Abhängigkeit der gewählten Getreideart bereits gesetzt (90 kg N/ha)
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Wichtig: Die Minium- und Maximumwerte müssen, je nach N-Form, ebenfalls mit einem Zuschlag versehen werden. Die Zuschläge/Korrekturfaktoren finden Sie hier, im Abschnitt “N-Formen” oder im agriPORT mit Klick auf das “?” am “Wimpel
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Klick auf “Weiter” unten rechts”. Es werden nun alle Felder in Tabellenform angezeigt.
Wenn diese Daten korrekt sind, klicken Sie auf "SPEICHERN".
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Exportieren Sie die erstellte Planung.
Weg 1 Einmalgabe Online - Kalibrierung im Feld
Nachdem die Aufträge auf dem Terminal empfangen worden sind, starten Sie die Auftragsliste.
Die PFBox startet automatisch im Modul “N-Düngung”:
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Wählen Sie unter “Auftrag wählen” das aktuelle Feld aus
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Führen Sie die Agronomische Kalibrierung durch
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Vorgabe von Fruchtart, EC-Stadium, N-Gehalt, Min. Rate, Max. Rate, konstant
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Die "Kalibrierung am Feld" muss als Spotkalibrierung durchgeführt werden (10 -15 Meter mit ca. 20 Messwerten)
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Klick auf Start
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Klick auf Pause bei 15 Messwerten
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Der gemessene Wert ist der N-Aufnahme an dieser Stelle. Dieser muss nun die dazugehörige N-Menge zugeordnet werden. Diese Werte ergeben sich aus der Düngeregel:
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Wintergetreide, außer Gerste: Gesamtbedarf N1 = Sollwert 100 kg N/ha - N-Aufnahme x 2
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Gerste: Gesamtbedarf N1 = Sollwert 110 kg N/ha - N-Aufnahme x 2
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Diese Düngeempfehlung (=Referenzmenge) kann auf verschiedene Weisen ermittelt werden
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Kopfrechnen unter Anwendung der Formel
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Eingabe in die agriPORT-App (-> Düngeempfehlungen aus der App erhalten)
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Ablesen aus untenstehender Tabelle
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Wichtig: Alle Düngeempfehlungen gelten für schnellwirkende Dünger mit hohem Nitratanteil. Langsam wirkende Dünger (mit hohem Harnstoffanteil und/oder Stabilisierung müssen mit höheren N-Mengen ausgebracht werden, um eine ausreichende Wirkung auf das Pflanzenwachstum ausüben zu können).Siehe untenstehende Tabelle “Korrekturfaktoren/Zuschläge”
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Drücken Sie “Stopp”
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Tragen Sie die ermittelte Referenzmenge ein
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Die Kalibrierung ist für dieses Feld abgeschlossen.
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Drücken Sie Start und beginnen Sie mit der Düngung.
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Düngeempfehlungen
Korrekturfaktoren/Zuschläge
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N-Form |
Wirksamkeit* |
Zuschlag* |
Ausbringzeitpunkt |
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Nitrat-Ammonium-Dünger (KAS) |
100% |
0% |
Vegetationsbeginn (VB) |
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Ammonsulfatsalpeter (ASS) |
85% |
20% |
1-2 Wochen vor VB |
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Schwefelsaures Ammoniak (SSA) |
66% |
50% |
2-4 Wochen vor VB |
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Harnstoff |
66% |
50% |
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einfach stabilisierter Harnstoff |
60% |
60% |
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doppelt stabilisierter Harnstoff |
50% |
110% |
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Piamon 33S |
75% |
30% |
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Getreide-Raps-Power |
57% |
70 - 80% |
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Ammoniumnitrat-Harnstofflösung (AHL) |
90% |
10% |
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stabilisiertes AHL |
85% |
20% |
Weg 2: Online, gesplittet
Beim der Variante der gesplitteten N1-Gabe planen Sie die konstante Applikation der N1a Gabe vor. Bei der Applikation der N1a-Gabe messen Sie die N-Aufnahme der Bestände und applizieren konstant. Dies entspricht einer “verspäteten” Bonitur.
Anschließend schicken Sie die Logdateien zurück an agriPORT. Diese Logdateien können nur für die Streukartenberechnung der N1b verwendet werden. Dabei muss die Wirksamkeit des verwendeten Düngers der N1a berücksichtigt werden (siehe Tabelle “Korrekturfaktoren/Zuschläge”). Wird mit einer trägen N-Form gearbeitet, müssen nach Berücksichtigung der Wirksamkeit der N1a Zuschläge für die N1b-Gabe gerechnet und bei der Streukartenplanung der Sollwert, Minimum und Maximum entsprechend angepasst werden.
Wie dies genau funktioniert finden Sie im Abschnitt N1 Getreide (Streukarte) → Weg 2: N1 gesplittet in N1a und N1b. Der einzige Unterschiede ist, dass Sie die N-AUfnahme jetzt während der Applikation der N1a messen und nicht schon im Herbst.